Es gibt eine lange Geschichte der Anwendung von Elektrizität in irgendeiner Form. Im Jahr 31 n. Chr. soll Scribonius Largus, ein Arzt am Hof des römischen Kaisers Claudius, die statische Elektrizität des Fisches Torpedo marmoratus zur Behandlung von Migräne und Gicht eingesetzt haben. In ähnlicher Weise gab Benjamin Franklin in seinen Briefen von 1757 an, dass er statische Elektrizität zur Behandlung einer „Lähmung der Hand“ verwendete, obwohl die Beschreibung der Krankheit darauf hindeutete, dass es sich um eine gefrorene Schulter und nicht um eine Lähmung handelte. Auf jeden Fall hatte sie eine gute heilende Wirkung.

Die Elektrotherapie hat sich in den letzten fünf bis sechs Jahrzehnten dank der Entwicklung der Elektronik rasant weiterentwickelt.

Bei der Anwendung von Elektrizität in der Physiotherapie werden drei Stromarten verwendet: Gleichstrom (galvanischer Strom), Wechselstrom und Impulsstrom. Zu den in der Praxis am häufigsten verwendeten gehören: galvanischer Strom, diadynamische Ströme, Interferenzströme, Hochfrequenzströme…

elektroterapije-institut-igalo

Je nach Wirkungsweise können Ströme folgende Effekte hervorrufen: thermische (Wärme), chemische und elektromagnetische Wirkungen auf das Gewebe. Diese Wirkungen führen zu folgenden therapeutischen Reaktionen: analgetisch (schmerzlindernd), entzündungshemmend (entzündungshemmend), stimulierend (anregend), erhöhte Durchblutung, verbesserte Geweberegeneration und trophisch. Die Anwendung erfolgt hauptsächlich über Elektroden, die mit in Wasser getränkten Schwämmen als Leiter vom Körper isoliert werden. Die Dosierung des Stroms richtet sich nach dem subjektiven Empfinden des Patienten, der ein angenehmes Kribbeln oder Brennen verspüren sollte.

Was im Alltag nicht möglich ist, ist in der physikalischen Therapie möglich, und zwar die gemeinsame Anwendung von Wasser und Strom! Bei der Hydrogalvanotherapie wird galvanischer Strom durch Wasser oder in Form von Vier-Zellen-Bädern zur Behandlung von Extremitäten oder hydrogalvanischen Bädern zur Behandlung des ganzen Körpers angewendet.

Mit Hilfe des galvanischen Stroms können auch bestimmte Medikamente verabreicht werden, wie z.B. Schmerzmittel (Analgetika), Kortikosteroide, gefäßerweiternde Mittel, Antibiotika, Vitamine… Der Vorteil dieser Methode gegenüber der üblichen Einnahme dieser Medikamente liegt darin, dass sie am stärksten an der Stelle wirken, an der sie verabreicht werden, dass sie den Magen-Darm-Trakt umgehen und somit dessen weitere Schädigung verhindern, dass es sich um eine schmerzfreie Art der Anwendung handelt und dass gleichzeitig eine positive Wirkung sowohl des Stroms als auch des Medikaments erzielt wird.

elektroterapije-institut-simo-milosevic

Mit Hilfe der elektrischen Stimulation ist es auch möglich, eine Muskelkontraktion herbeizuführen. Dieses physikalische Therapieverfahren wird als Elektrostimulation bezeichnet. Es wird bei Patienten eingesetzt, bei denen die Gefahr einer Atrophie besteht, weil sie eine Gliedmaße oder ein bestimmtes Segment nicht mehr bewegen können. Sie kann auch eingesetzt werden, um den Muskeltonus aufrechtzuerhalten, bis der Genesungsprozess des geschädigten Nervs (Reinnervation) abgeschlossen ist, oder um Patienten, die aufgrund einer Krankheit ihr normales Bewegungsmuster verloren haben, bei der motorischen Umerziehung zu unterstützen.

Physiotherapie Elektrotherapie

All dies findet Anwendung bei der Behandlung zahlreicher Erkrankungen und Verletzungen, wie z.B.: Nacken-, Rücken- und Knieschmerzen, nach Verletzungen und Knochenbrüchen, bei der Behandlung von Sportverletzungen, zur Linderung von Muskelkrämpfen… Die häufigsten Krankheiten, bei denen die Elektrotherapie eingesetzt wird, sind: Neuralgien, Nervenentzündungen, Sehnen- und Gelenkverletzungen, periphere Paresen und Lähmungen, myofasziale Syndrome, degenerative Erkrankungen, vor allem der Hüften und Knie (Gonarthrose, Coxarthrose), entzündlicher Rheumatismus – rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis, Spondylitis, posttraumatische Schwellungen und Hämatome, komplexes regionales Schmerzsyndrom (Sudek), Karpaltunnelsyndrom…

Die Elektrotherapie darf nicht angewendet werden bei: Hautschäden an der Anwendungsstelle, Vorhandensein von Metallgegenständen (außer bei Störströmen), bösartigen Erkrankungen, akuten Infektionen und eitrigen Prozessen, Blutungsneigung, Vorhandensein eines Herzschrittmachers, Phlebothrombose.

Das Expertenteam des Instituts Igalo, bestehend aus Fachärzten für Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie einem hochqualifizierten Team von Physiotherapeuten, kümmert sich um die beste Wahl der geeigneten Modalität der Elektrotherapie.

Fragen Sie uns

Unser Expertenteam wird Ihnen auf alle gestellten Fragen gerne antworten…